Kleiderkammer

 

Liebe Niendorfer ! Bis auf Weiteres, können wir keine Kleiderspenden mehr annehmen- derzeit gibt es keine offizielle

Kleiderkammer in Niendorf. Details siehe unten !

____________________________________

 

Seit Oktober 2015 haben wir uns um eine neue Unterkunft für die Kleiderkammer bemüht.

Die Ehrenamtlichen Mitarbeitenden unter der Leitung von Bernd Wegner standen seit dem unter einer vielfachen Belastung durch die mit dem Bezug der Papenreye notwendig gewordene  Vergrößerung der Kleiderkammer und die dafür nicht vorhandenen Räumlichkeiten. Neben der Versorgung der Niendorfer Str.  und Notausgaben sowohl direkt im Camp als auch von zusätzlichen Räumlichkeiten aus wurden Konzepte für eine eigene Halle in Abstimmung u.a. mit HanseaticHelp entworfen als auch mehrere von Behörde/ Bezirk vorgeschlagene Objekte besichtigt und beraten. Parallel wurden Kleiderspenden in Niendorf angenommen und sortiert.
Keine der mit Bezirk und Behörde angedachten Möglichkeiten konnten realisiert werden, da sich dieses bei/ nach Besichtigung als entweder ungeeignet ( zu klein, verschimmelt, kein öffentlicher  Zugang) als kurz vor dem Abriss, als nicht zur Verfügung, als zu teuer, als bereits vermietet erwiesen.

Durch den Umzug in die Max Zelck Str. konnte die Kleiderkammer den Verantwortlichen  zeitlich etwas Luft verschaffen. Dieses zunächst bis nur April angedachte Konstrukt konnte schließlich bis Ende August genutzt werden.

Mit Blick auf diesen Auszugstermin setzten wir intern in den Gesprächen mit Behörde und ZKF unsererseits ein Frist bis Mitte Juli und legten Rahmenbedingungen fest, die wir für die Weiterführung einer Kleiderkammer benötigten: geeignete Räumlichkeiten und die Möglichkeit von Honorarmitteln. Die Möglichkeit von Honorarmitteln konnte der Verein Pfarr- Caritas St. Ansgar  realisieren durch Gelder aus dem Erzbistum und eigenen Mitteln. Mit diesem Angebot bestand die berechtigte Hoffnung, das Ziel einer großen Kleiderkammer für Niendorf unter der Leitung der Pfarrcaritas St.-Ansgar e.V. umsetzen zu können. Mitte Juli wurden wir vom ZKF darüber informiert, dass es die Möglichkeit gäbe, in der Schmiedekoppel auf dem Gelände der vom ASB betriebenen Erstaufnahme Räume zu beziehen.

Leider wurde in den vorbereitenden Gesprächen deutlich, dass viele Punkte nicht in für uns notwendiger Weise und in der benötigten kürze geklärt werden konnten. Letztlich scheiterte das Konzept an einer für alle Seiten vertretbaren und notwendigen vertraglichen Vereinbarung über die Räumlichkeiten und deren Nutzung. Dies war aber eine wesentliche Voraussetzung für den Einsatz der o.a. bereitgestellten Mittel seitens der Pfarrcaritas St. Ansgar e.V., der damit nicht mehr möglich war. Und ohne eine solche finanzielle Unterstützung ist eine derart umfassende Arbeit für uns nicht verlässlich über einen größeren Zeitraum machbar.

Der Weg der letzten 11 Monate war lang und hart, und wir haben auf diesem Weg nicht nur Kraft und Nerven, sondern vor Allem viele Ehrenamtliche verloren. Trotzdem ist die Kleiderversorgung in der ganzen Zeit aufrechterhalten worden. Allen Ehrenamtlichen sei für diese großartige Leistung ausdrücklich gedankt ! Ohne sie wäre dieser wichtige Teil der Unterstützung der Geflüchteten hier im Stadtteil nicht möglich gewesen. Stellvertretend für alle seien Berndt Wegner und Nora Friedemann genannt.

Derzeit sind wir in Gesprächen mit den Betreiber ASB sowie dem ZKF, wie eine eventuell kleine Lösung in den Räumlichkeiten des ASB in der Schmiedekoppel aussehen könnte, oder welche anderen Versorgungsmöglichkeiten es für die Bewohner der Erstaufnahmen geben kann! Für die EA Niedorfer  Str. gibt es bereits eine solche kleine Lösung.

 

Runder Tisch, „Wir für Niendorf“

Hamburg, 7.9. 2016